WAS ist Upcycling?


Upcycling grenzt sich bewusst mit einem eigenen Begriff gegen Recycling ab. Während beim „Re“cycling die Wiedernutzung im Vordergrund steht, geht „Up“cycling einen Schritt weiter: Altes wird einem neuen Verwendungszweck zugeführt und aufgewertet.

 

Die Gründe hierfür sind vielfältig: Der überhandnehmende Konsum führt dazu, dass Alltagsgegenstände wahllos neu und schnell erworben werden. Aufgrund der Wegwerfmentalität werden die Müllberge immer größer, denn wir haben uns daran gewöhnt, Altes allzu schnell zu entsorgen. Dies führt auch zu einer Uniformität beim Look und Style – Individualität geht verloren.

 

Darüber hinaus findet Handarbeit kaum noch Wertschätzung. Wer möchte heute noch umständlich sticken lernen, wenn das T-Shirt um die Ecke nur noch drei Euro kostet?

 

Diesem Trend möchte Upcycling etwas entgegensetzen: Nachhaltige Unikate und Lieblingsstücke werden so geschaffen.

Beispiele für meine Arbeit finden Sie hier: Upcycling Produkte.



WIE wird die Idee umgesetzt?


Es werden Nachlässe, Flohmärkte und der Sperrmüll an der Straße durchforstet und gearbeitet wird somit mit Objekten, die andere als wertlos deklarieren.

 

Häufig wird zunächst zerstört: der Stuhl wird abgeschliffen, die Bluse wird in ihre Einzelteile zerschnitten. Der Dekonstruktivismus ist gewollt und Teil des schöpferischen Prozesses: neu gedacht und neu zusammengefügt ergibt sich ein anderer Kontext.

 

Oder anders herum: die Idee für den neuen Verwendungszweck ist da und wird aus den Einzelteilen umgesetzt.